JCVP Oberwallis

Parteiprogramm JCVP Oberwallis

 Bildung

  1. Berufslehre und Studium stärken: Der Schweizer Jugend soll ein erfolgreicher Start ins Leben ermöglicht werden. Wir wollen, dass das duale Ausbildungssystem gestärkt wird. Eine Lehre und ein Studium sollen sich nicht konkurrieren sondern ergänzen. Den Wert einer Gesellschaft anhand der Maturaquote abzuleiten, ist der falsche Weg. Die Akademisierung muss gezielter erfolgen: Als Kindergärtner oder Hebamme soll es keine Matura brauchen.
  2. Politische Bildung entstauben: Mit einem eigenständigen Fach Staatskunde wollen wir die Jugendlichen besser auf ein eigenständiges und unabhängiges Leben vorbereiten. Einerseits besteht so die Möglichkeit angehenden Stimmbürgern das politische System mit all seinen vielfältigen Möglichkeiten zur Mitwirkung näherzubringen, damit wir auch in Zukunft eine lebendige Demokratie haben. Andererseits muss die Schule endlich auch Alltagsdinge wie Steuererklärungen, Mietverträge oder Versicherungen behandeln und die Berufs- und Studienwahl besser begleiten. Nur so ist ein selbstständiger Start ins Leben möglich.
  3. Mehr Wertschätzung für Freiwilligenarbeit: Jugendliche, die sich in Vereinen engagieren, leisten einen wertvollen Dienst für eine funktionierende Gemeinschaft. Die Kultur des Engagements und des gegenseitigen Helfens soll gefördert werden. Wir fordern die Anerkennung von privaten Engagements für Sport, Kultur, Soziales und Politik sowie in der Armee durch den Erlass von Schulstunden und Credits und die Berücksichtigung von ehrenamtlicher Tätigkeit bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst sowie ein freiwilliges Label für Unternehmungen, die Freiwilligenarbeit unterstützen.
  4. Sprachenvielfalt als Chance sehen: Für die JCVP ist klar, dass die erste Fremdsprache eine Landessprache sein soll. Doch wieso redet man nicht endlich mal über die Chancen unserer Mehrsprachigkeit statt sie ständig als notwendiges Übel abzutun? Die Deutschschweizer müssen nicht perfekt Französisch sprechen, aber in der Lage sein, passiv einem Französischsprachigen zu folgen. Wir wollen, dass eine Plattform für Klassenaustausche geschaffen wird und jede Schule eine Partnerschule in einem anderen Landesteil hat. Es müssen vermehrt Lektionen in einer anderen Landessprache angeboten werden. Zudem muss die Mobilität innerhalb der Schweiz gestärkt werden. Wer Erasmus macht erhält Geld. Junge Schweizer, die in einem anderen Landesteil studieren nicht.Nachhaltigkeit
  5. Effizientere Nutzung von Strassen und Schienen: Wir fordern eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik. Es braucht insbesondere eine besser Ausnützung der bestehenden Infrastruktur. Das Gleis 7 Abonnement soll für alle zugänglich sein und nicht bloss abends, sondern generell ausserhalb der Stosszeiten gültig sein. Eine Forcierung von Home-Office-Tätigkeiten entlastet die Pendler zusätzlich. Für einen wirkungsvollen Unterhalt der Infrastruktur muss ein System geschaffen werden, dass ähnlich einer Krankenkasse funktioniert. Es darf nicht sein, dass Geld für den Unterhalt immer wieder fehlt und dadurch Instandsetzungen erst verspätet erfolgen.
  6. Volksrechte und Infrastruktur ans Internetzeitalter anpassen: Abstimmen, Formulare für Behörden, das soll auch online möglich sein. So wird die Verwaltung effizienter, einfacher und bürgerfreundlicher. Zudem muss unsere Digitalinfrastruktur zukunftsfähiger werden. Es braucht flächendeckenden Internetzugang im öffentlichen Verkehr und an zentralen Plätzen. Europa hat die bisherigen Entwicklungen im digitalen Zeitalter verschlafen. In Bereichen wie intelligenten Stromnetzen, Elektromobilität oder Energiespeicherung muss die Schweizer Forschung mitmischen können. Digitale Kompetenz und der vorsichtige Umgang ist an Schulen vermehrt zu vermitteln.
  7. Konsequente Energiewende und sorgfältiger Umgang mit der Umwelt: Die JCVP unterstützt die Energiestrategie des Bundes. Ideologische Planspiele wie die Energiesteuer der GLP lehnen wir ab, Experimente wie Fracking zur Förderung von fossilen Energieträgern ebenso. Wir stellen uns gegen eine industrielle Nahrungsmittelproduktion und fordern eine verstärkte Sensibilisierung der Konsumentinnen und Konsumenten für den Konsum von lokalen Produkten.
  8. Schluss mit den zunehmenden Belastungen der Jungen in der Sozialpolitik: Die aktuellen Reformen der Sozialversicherungen sind mutlos und greifen die grundsätzlichen Schwächen des heutigen Systems nicht an. Statt an nachhaltigen und generationengerechten Lösungen zu arbeiten, verliert sich die Politik in Details und Bastelei. Sozialpolitik darf nicht länger verpolitisiert werden, sondern hat sich an objektiven, technischen Kriterien orientieren. So sollen die Parameter der Altersvorsorge an die Lebenserwartung gekoppelt werden und nicht länger in politischen Machtspielen diktiert werden.Sicherheit
  9. Mehr Sicherheit im Alltag: Die JCVP setzt sich für einen respektvollen Umgang in der Gesellschaft ein. Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten sowie sinnloser Vandalismus sollen härter bestraft werden. Dazu soll geprüft werden, ob es möglich ist Chaoten länger festzuhalten, um damit eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Beschimpfungen und Vergehen gegen Ordnungskräfte sollen zudem stärker geahndet werden und vermehrt zu Sozialstunden führen. Die Terroranschläge in Frankreich und Dänemark haben gezeigt, dass sich Europa auf neue Gefahren einstellen muss. Für radikale Extremisten ist in unserem Land kein Platz, daher fordern wir nicht nur die konsequente Überwachung von extremistischen Strömungen sondern auch eine Verschärfung der Strafgesetzgebung um Grundwerte wie Demokratie und Meinungsfreiheit besser zu schützen.
  10. Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen: Die Schweizer Wirtschaft bietet ein hervorragendes Ausbildungssystem und viele Lehrstellenplätze. Herausforderungen sieht die JCVP beim Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben. Auf universitärer Ebene sollen viel mehr Studiengänge berufsbegleitend angeboten werden, um so den Studierenden Einblicke in die Wirtschaft zu bieten und ihnen die Möglichkeit zu geben, praxisnah ihre Ausbildung anzupassen. In der Berufsbildung stellt sich die JCVP als Lösungsvorschlag ein Vernetzungsjahr vor. Gedacht ist, dass starke Lehrabgänger von diesem Jahr profitieren können und in diesem Vernetzungsjahr ein Praktikum bei ihren verwandten Berufsgruppen oder in einer anderen Sprachregion absolvieren können. Schwächere Lehrabgänger sollen im Lehrbetrieb noch mindestens ein Jahr Berufserfahrung sammeln können. Der immer frühere Schuleintritt trägt zur grösseren Belastung der Jugendlichen bei und sollte überdacht werden. Bereits mit 13 oder 14 Jahren müssen wegweisende Entscheidungen getroffen werden, die Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen stark fordern.
  11. Milizdienst für die Zukunft wappnen: Die Armee muss auch in Zukunft genügend Mittel für ihren Auftrag zur Verfügung haben. Die JCVP steht hinter dem Modell der freien Wahl zwischen Militär und Zivildienst. Wir erstreben eine Attraktivierung des Dienstes durch eine bessere Anerkennung der erworbenen Fähigkeiten im Zivilen. So soll jeder Rekrut im Rahmen seiner Ausbildung den „Nothelfer“ erhalten. Eine obligatorische Dienstpflicht für Frauen erscheint uns nicht vordringlich. Frauen sollen jedoch die Möglichkeit erhalten sich einfacher und auf fakultativer Basis zu engagieren. So soll die Schweiz die Einführung von einem freiwilligen Sozial- oder Öko-Jahr zu prüfen, wie sie in Deutschland und Österreich existieren und auf grosses Interesse stossen. Viele Junge schätzen die Möglichkeit einen solchen Angebots im Rahmen eines Brückenjahres.Unsere Schweiz
  12. Familien und Vereine entlasten: Eine Gesellschaft als Ganzes funktioniert nur, wenn ihre kleinsten Einheiten funktionieren. Familien und Vereine sind zentral für Lebensqualität, Geborgenheit und Integration. Gerade in Zeiten zunehmender Anonymität spielen sie eine immer zentralere Rolle. Familien müssen steuerlich in Krankenkassenprämien stärker entlastet werden. Zudem braucht es eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit vermehrten Teilzeitstellen und der Schaffung einer gemeinsamen Elternzeit anstatt des reinen Mutterschaftsurlaubs. Jungen Vätern sollen zudem Diensttage erlassen werden.
  13. Bezahlbaren Wohnraum und Mobilität sicherstellen: Die Wohnraumversorgung stellt uns vor immer größere Herausforderungen. Bezahlbaren Wohnraum sehen wir gerade auch für junge Menschen und Familien als sehr wichtig an. Von staatlicher Seite ist daher der Verknappung von Wohnraum frühzeitig entgegen zu wirken; vor allem durch Anreize für Inverstoren, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Um nachts sicher heimzukommen fordert die JCVP die Ausweitung des Nachtbusangebots auch in den ländlichen Raum sowie den vermehrten Einsatz von Nachtzügen zu prüfen.
  14. Miteinander von Stadt, Land und Agglomeration: Ein starker ländlicher Raum braucht Zukunftsperspektiven und Arbeitsplätze. Wir wollen, dass die Schweiz vermehrt erkennt, welches Potential im ländlichen Raum liegt und dieses besser fördert. Es braucht mehr dezentrale Strukturen; Verwaltung, bundeseigene Betriebe und Bundesämter sollen aus Bern in andere Regionen verlegt werden. In der Landwirtschaft muss die Planungssicherheit für junge Landwirte verbessert werden. Die Veränderungen, die sich durch die neue Agrarpolitik 14-17 ergeben, sind sehr umfassend. Entgegen der Zielsetzung ist der administrative Aufwand für die Landwirte gestiegen und erschwert den Spagat zwischen der praktischen Arbeit auf dem Hof und dem Büro.
  15. Für eine offene und eigenständige Schweiz: Unsere Identität und Heimat sind für uns nichts Beliebiges, sondern von besonderer Bedeutung für unser Selbstverständnis. Föderalismus und Subsidiarität sind zentrale Bestandteile der Schweizer Politik. Ladenöffnungszeiten sollen beispielsweise nicht von Bern diktiert werden, da nicht alle Regionen dieselben Bedürfnisse haben. In der Aussenpolitik wünscht sich die JCVP ein selbstbewussteres Auftreten. Die Schweiz ist Teil Europas, wenn wir auch einen EU-Beitritt entschieden ablehnen. Wir wünschen uns eine offene und eigenständige Schweiz, die stolz ist auf ihre Traditionen ohne dabei die Augen vor dem Neuen zu verschliessen.

Wir sind eine christlichdemokratische Jungpartei.

Unsere Werte sind zentraler Bestandteil unserer Politik. Im Zentrum unserer Politik steht der Mensch. Wir wollen eine Gesellschaft, in der Eigenverantwortung und Solidarität zentral sind. Diese Grundsätze garantieren die Freiheit, dass sich jeder nach seinen Bedürfnissen entfalten kann. Im Wissen, dass in der Gesellschaft die soziale Verantwortung des Einzelnen gegenüber seinen Mitmenschen wahrgenommen wird und niemand durch alle Netze fallen kann.

Die JCVP Oberwallis will vorwärts schauen und sich die Schweiz nicht immer schlecht machen lassen! Nebst all den Debatten über Ausländer, Abzocker und Kriminelle dürfen jene nicht vergessen gehen, die unser Land vorwärtsbringen: Vereine, Familien, KMUs und alle, die sich engagieren. An ihnen muss sich die Politik ausrichten!

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